Brennpunkt Schulentwicklung

Wie geht es weiter in Delbrück?

Eine Antwort auf diese Frage erhofften sich viele Besucher des Schul- und Kulturausschusses am
3. Mai in der Stadthalle Delbrück.

Schüler, Eltern und Lehrer der Johann-Sporck-Schule hatten sich frühzeitig vor dem Eingang der Stadthalle versammelt und empfingen die eintreffenden Politiker abermals im Piratenlook. Auf selbstgestalteten Plakaten und Schildern machten Slogans wie „Wir lernen hier, das ist unser Revier!“ oder „RSD Piraten, das sind wir, die Realschule bleibt hier!“ deutlich, dass die Realschüler für den Erhalt ihrer Schule kämpfen wollen.

Vor dem Eingang zum Sitzungssaal überreichte Schülervertreterin Sarah Theis Bürgermeister Werner Peitz zudem eine Unterschriftensammlung mit nahezu 4000 Stimmen für den Erhalt der Realschule. Diese Zahl bezeichnete das Stadtoberhaupt während der Sitzung als „sehr beeindruckend“ und machte abermals deutlich, dass der Elternwille eine bedeutende Rolle bei der Entscheidung über die Zukunft der Delbrücker Schullandschaft spiele.

Es folgte die ausführliche Vorstellung des Konzepts einer möglichen Sekundarschule, die eine denkbare Antwort auf die langfristig sinkenden Schülerzahlen in Delbrück wäre. Insbesondere die nachlassenden Anmeldezahlen an den Hauptschulen machen dauerhaft eine Veränderung notwendig. Nur wie diese aussehen soll, darüber sind sich die Politiker noch nicht so ganz einig.

Schulleiterin Sigrid Sordon-Hackel betonte, dass auch eine Kombination von Realschule und Sekundarschule ein mögliches Modell für Delbrück sei. Dies war zuvor in Abrede gestellt worden. In Anbetracht der unbestritten erfolgreichen Arbeit der Realschule und auf Wunsch vieler Delbrücker Bürger muss auch über diese Möglichkeit nachgedacht werden.

Am 15. Mai werden die Vertreter aller Fraktion ihre Ansichten und Ziele erstmals dem Kollegium der Realschule vorstellen. Wir sind gespannt und freuen uns auf einen hoffentlich weiterführenden Austausch. Denn letztlich gilt es, für die zukünftigen Schülerinnen und Schüler der Stadt die bestmögliche Lösung zu finden.  Solange alle gemeinsam dieses Ziel im Auge behalten, sollte sich dauerhaft eine für alle gangbare Perspektive darstellen.

Eine endgültige Entscheidung wurde am Donnerstagabend nicht getroffen. Offene Fragen sollen zunächst geklärt werden. Noch vor der Sommerpause wird der Schul- und Kulturausschuss abermals tagen, um unter anderem über die geplante Elternbefragung zu beraten.