Realschule erhält Gütesiegel zur Berufswahlorientierung

Im März hatte sich die fünfköpfige Komission des „Netzwerks Berufswahl-Siegel“ in einem ausführlichen Audit davon überzeugt, dass die Johann-Sporck-Realschule in Delbrück im Bereich Berufswahlorientierung ein fundiertes und vielfältiges Konzept vorzuweisen hat. Heute nun wurde das Siegel im Sommertheater in Detmold offiziell verliehen.

Wie zuvor schon die Qualitätsanalyse des Landes NRW stellte auch die aus Vertretern der Wirtschaft zusammengesetzte Prüfungskomission fest, dass die Realschule ihren Schülern den Einstieg in die Berufswelt durch das in den letzten Jahren deutlich ausgebaute Berufswahlorientierungskonzept sehr erleichtert und damit auf diesem Gebiet höchsten Anforderungen entspricht.

 

Der neu eingeführte und individuell für die Johann-Sporck-Schule entwickelte Berufswahlpass, das kürzlich eingerichtete „BOB“ (Berufswahlorientierungsbüro), vielfältige Veranstaltungen und Beratungsangebote, Praktika, Arbeitsgemeinschaften und Projekte bilden an der Realschule ein gelungenes Ganzes von nunmehr „geprüfter Qualität“. Das federführende „StuBO-Team“ (Studien- und Berufswahlorientierungsteam), bestehend aus Ursula Wenrich, Katharina Becker und Dirk Block betont jedoch, dass das Konzept trotz der großen Anerkennung kontinuierlich evaluiert und weiterentwickelt wird, um schuleigenen Erfahrungen und aktuellen Entwicklungen Rechnung zu tragen.

Tatkräftig unterstützt wird die Realschule im Bereich der Berufswahlorientierung durch zahlreiche kooperierende Wirtschaftsunternehmen und -institutionen in Delbrück und Umgebung. Hier sind beispielsweise die Volksbank Delbrück-Hövelhof, die Firmen ELHA Maschinenbau und Benteler oder die Physiotherapiepraxis Grundmeier zu nennen, die die Schülerinnen und Schüler jedes Jahr auf dem schulinternen Berufemarkt über Ausbildungsmöglichkeiten in ihren Betrieben informieren und dabei nicht selten ehemalige Schüler mitbringen.

Während Elternvertreterin Brigitte Protte vor allem den auf drei Schuljahre angelegten Berufswahlpass als anregende Grundlage für häusliche Diskussionen zum Thema Berufswahl empfindet, lobte Herr Thielemeyer als Vertreter der Volksbank die gute Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Berufswahlvorbereitung. Die Realschule „liefere“ seiner Bank seit Jahren qualifizierte Auszubildende und inzwischen bestehe ein großer Anteil der Gesamtbelegschaft aus ehemaligen Realschülern..

Die Komission begündete ihre positive Entscheidung zur Siegelverleihung mit einem soliden Gesamtkonzept, einem guten Team sowie zahlreichen außergewöhnlichen Einzelprojekten. Hier wurde beispielsweise die Möglichkeit gelobt, dass Schülerinnen und Schüler der Realschule seit kurzem in einem Elektrotechnikgrundkurs wichtige Basisqualifikationen für alle elektronischen Berufe erwerben können. Auch die gute und berufsvorbereitende Arbeit des Schulsanitätsdienstes wurde hervorgehoben.

„Es geht darum, dass junge Menschen ihren Platz in diesem Leben finden“, betonte Stefan Wolf, Geschäftsführer der Gläsel Stiftung und genau hierzu trage ein durchdachtes Berufswahlorientierungskonzept wesentlich bei.

Das drei Jahre gültige Siegel, das der Realschule Delbrück heute überreicht wurde, zeigt nun allen, dass die Johann-Sporck-Schule ihren Schülerinnen und Schülern einen frühzeitigen und realistischen Einblick in die Berufswelt bietet und sie befähigt durchdachte Entscheidungen für ihre berufliche Zukunft zu fällen. Die Zertifizierung ist damit eine „Visitenkarte im Wettbewerb der Schulen“, so Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl. Die angereisten Mitglieder der Realschule freuten sich deshalb besonders über die silberne Plakette, die künftig die Johann-Sporck-Schule zieren wird und natürlich auch weiterhin dazu anspornt, den Bereich der Berufswahlorientierung stetig weiterzuentwickeln.